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Posted By Dorrit, Coen, Sophie, Marlies & Leonie

wir fahren am ersten Tag zuerst zur Mutterorganisation Nehemia Gateway Albania und wir werden herzlichst begrüsst von Manjola. Sie führt uns über das Gelände. Es gibt hier eine Kita, eine Grundschule, Hauptschule und sogar eine Universität. Es finden verschiedene Sommer- und Unterrichtscamps auf dem Gelände statt und die Gast- Professoren werden in ein eigenes Hostel untergebracht. Schüler werden mit eigene Büsse aus dem Land hergebracht. Sogar eine eigene Garküche kocht täglich für 500 Kinder und "Mitesser". 
Das Strassennetz auf dem Gelände ist als Verkehrsübungsplatz für Kinder eingerichtet, inklusive Ampeln, Strassenmarkierung und Schilder. Es ist sehr beeindrückend was diese NGO alles leistet.
Die Amaro Tan Schule, wo wir unterstützen werden, gehört erst seit 2005 zur Organisation Nemehiah. 
Sie ist auf der andere Seite der Stadt und dort fahren wir estmal hin. Unser Womo passt gerade noch durch das Tor und wir können zwischen den Schulgebäuden parken:Amaro Tan

Der Direktor heisst uns erstmal willkommen und erzählt einige Hintergrundinfo's. Es werden hier um die 170 Kinder betreut von 3 bis 14 Jahre. Hauptsächlich ärmste Roma und Sintikinder. Nicht nur bekommen die Kinder ein frühstück und ein Mittagessen kostenlos, sondern auch werden ihre Haren geschnitten, bei Bedarf ihre Kleider gewaschen und es gibt ein ehrenamtlicher Zahnarzt. Alles dreht um Versorgung der Kinder und Beispiel geben. Die Schule läuft nur auf Spendenbasis und ehrenamt. Das ist notwendig wenn man bedenkt dass z.B. ein Kind die Schule 1000€ pro Schuljahr kostet.
Mittags werden wir mit dem Schulbus in die Stadt gefahren um die letzten Dingen einzukaufen.
Und so fängt unsere erste Woche an. Wir treffen das erste Mal auf "unsere" Kita Gruppe, 11 supersüsse Kinder zwischen 3 und 6. Sophie und Marlies strengen sich sehr an im die Gruppe rein zu kommen, Leonie scheint immer schon hier gewesen zu sein. 
Zwei nette Erzieherinnen leiten das Chaos und in den darauffolgenden Tagen arbeiten wir unser Programm durch, abwechselnt drinnen oder draussen. Wir basteln Masker, Flugzeuge, Windmuehle und mehr. Ausserdem spielen und Malen wir gemeinsam. Es ist so schön mit den Kindern und allen haben echt Spass. Manche Kinder kommen und kuscheln sogar. Auch Sophie und Marlies schaffen es wunderbar sich zu integrieren obwohl sie von aussen kommen und die Sprache nicht sprechen.
Mit dem Direktor haben wir ausgemacht das wir zusätzlich täglich nach der Mittagspause mit wechselnde Gruppen ältere Kindern noch ein Mittagsprogramm basteln. So sitzen, quatschen und basteln wir mittags mit 7 bis 11 jährigen. 
Auch unterstützt Dorrit morgens im englisch Unterricht.
Nachmittags laufen wir meistens in der Stadt und spazieren am See. So können unsere Mädels sich ein wenig erholen:Ohrid See

Die Schule steht in ein überwiegent von Roma bewohntes Viertel also wenn wir hier durch laufen füllen wir uns wie celebrities; überall sehen wir (manchmal arbeitende) Kinder aus der Schule und werden wir begrüsst.
Abends sitzen Dorrit und ich bis spät abends draussen und bereiten die Basteleinheiten für den nächsten Tag vor. Mittwochmittag treffen wir umsere Belgischen freunde Stefaan und Evi und Kinder. Sie waren in Pogradec.
Insgesamt war es eine stressige aber sehr schöne Woche. Wir freuen uns auf die nächste.

 
Posted By Dorrit, Coen, Sophie, Marlies & Leonie

von Shkodra aus fahren wir nach Kruja. Das wichtigste an Kruja ist die Festung, welche für die Albaner ein Nationales Heiligtum ist; dieser wurde von Held Skanderbeg als einziger Festung gegen den Ottomanen gehalten. Wir laufen über den alten Bazaar, kaufen ein paar Souvenirs und besichtigen die Festung. Von hieraus hat man schöne panorama Aussichten bis zur albanische Küste.
Am nächsten morgen fahren wir weiter nach Tirana. Leider quälen wir uns 1,5 Stunden durch das Zentrum von Tirana weil es einfach keine Strassenschilder gibt. Mit noch blanke Nerven vom Tiraner Stadtverkehr fahren wir in den Bergen rein. Eine wunderschöne Route bringt uns nach Pogradec am Ohrid See. Satt grüne Bäume kontrastieren gegen die tief rote Erde. Unten fliesst ein blau-weisser Fluss. Irgendwann sehen wir von oben in die Ferne den Ohrid See und das ist es auch ganz schon spät:Ohrid

Am nächsten morgen geniessen wir das städtische Chaos von Pogradec und gehen später auf der Suche nach der Schule wo wir uns am Montag treffen werden. 
Am Sonntag gibt es Wahlen in Albanien also entscheiden wir uns kurzfristig die Stadt Ohrid in Mazedonien zu besuchen. Ein paar schnelle Grenzübergänge und 40 Km und wir sind da. Mazedonien ist wieder sehr unterschiedlich, es ist weniger Landlich, dafür aber etwas reicher. Wir laufen durch Ohrid, gehen zur Seepromenade und besuchen die "Kathedrale" Sankt Sophia. Eigentlich eine byzantinische Kirche mit Einrichtung aus dem 13. Jahrhundert.
Dann fahren wir wieder nach Pogradec in Albanien zurück und treffen letzte Vorbereitungen für unser Projekt was morgen begint.
Wir werden in den kommenden zwei Wochen basteln mit Kindern in der Amaro Tan Schule in Pogradec:

http://www.nehemiah-gateway.org/standorte/albanien/pogradec-amaro-tan.html

Vor allem Sophie hat schon vorarbeit geleistet und "einige" Kuscheltiere hergestellt:Bastelkönigin

Wir hatten in Deutschland die Kontakten schon geknüpft und eine grosse Dachbox gefüllt mit bastelmaterialien und Bastelbücher. Wir haben als Familie vorher fleisig geübt und jetzt sind wir bereit. Wir freuen uns allen schon sehr darauf.

 
Posted By Dorrit, Coen, Sophie, Marlies & Leonie

wir starten den ersten Versuch nach Koman zu kommen. Mit einem Boot wollen wir von dort den Koman See hochfahren. In Shkodra bekommen wir zuerst einen richtigen Kulturschock. Wir wahnen uns beim reinfahren in die Stadt in Indien. Die Zugangsstrasse ist komplett von Bäumen überwachsen, es gibt kleine Läden die alles Mögliche verkaufen; Töpfe, Eisenwaren und Kühlschränke. Wir sehen Handkarren mit Gemüse oder Obst, Pferdewagen, Ochsenkarren und Autos die kreativ be- und volgeladen sind. Dazu herrscht ein Verkehrschaos. Alles fährt ducheinander und völlig undizipliniert.
Das wollen wir mit den Kindern teilen also parken wir und laufen durch die Stadt. Das Zentrum ist ein bischen moderner und mit ausnahme von den bettelnde Romakinder sind die Menschen gut gekleidet. 
Wir wollen noch ein Stück in den Bergen reinfahren aber finden den richtigen Ausgang nicht, es gibt keine Schilder. Also wieder was gelernt; sich duchfragen... Wir schaffen es aber nur zum ersten Koman Staudamm, dann ist es schon wieder Zeit zurück zu fahren.
Auf dem Rückweg staunen die Mädels über ein Schaf das hinten auf ein Fahrrad gepackt ist und über eine Gruppe Kühe auf der Strasse die einfach geradeaus weiterlaufen. Da hilft auch hupen nicht...
Es ist für unsere Mädels dann immer wieder schön auf dem gleichen Campingplatz zurück zu kommen und zu spielen oder zu schwimmen:

Am Wasser
Am Tag darauf versuchen wir nochmal zum Koman See zu kommen. Man versicherte uns in 1,5 Stunden dort zu sein. Das waren aber 2,5 Stunden Hinfahrt für 40 Km. Die kaputte Bergtrasse schlingelt sich durch die Landschaft, bergauf, bergrunter, bergauf... In Koman haben wir Mittagessen zwischen Hühner und Ziegenböcke, danach fahren wir zum Hafen. Wir mieten ein Boot für uns alleine und fahren über den unglaublich schönen Koman Fluss. Dieser Koman Fluss versorgte früher mehrere Täler im Hinterland und ist wie eine 60 Km lange Schlucht durch von Menschen fast unbewohntes Gebiet:Koman See

Da kamen am Ende noch die 2,5 Stunden Holperstrecke zurück aber das war es wert.
Es ist dann nach ein paar Tagen am Shkodra See irgendwann Zeit weiter zu fahren und wir verabschiedeten uns von dem Campingplatz und von Stefaan und Evi und den anderen.
Wir freuen uns schon darauf weiteres von Albanien kennen zu lernen.

 
Posted By Dorrit, Coen, Sophie, Marlies & Leonie

zuerst fahren wir zu eine spektakulare Brücke über die hunderte Meter tiefe Tara Schlucht bevor wir ein kleines Kloster besuchen. Wir bleiben ein bischen weil die relativ junge Nonne ganz alleine im Kloster wohnt und sich sehr über Besuch freute. Die Mutter war vor kurzem gestorben und eine dritte Schwester war in eine Klinik. Sie zeigte unsere Kinder ihre Katzen mit Babies und alle hatten Spass daran:

Kloster
Am nächsten Tag geht der Weg am Moraca Schlucht entlang, teilweise 300 bis 400 meter tief. Wir fahren über eine schmalle kurvige Strasse mit viele unüberwinnliche Verkehrsteilnehmer. 
Unser Ziel ist das Biogradski Gora National Park. Unterwegs kaufen wir an der Strasse ein kilo Wilde Erdbeerenmarmelade, die ganz kleinen, diese zu pflücken muss eine heiden Arbeit gewesen sein.
Wir kommen rechtzeitig im NP an und wir können noch eine lange  Wanderung durch das Urwald machen wo die Bäume teilweise 300 bis 400 Jahre alt sind.
Übernachten können wir im Park und somit stehen wir mitten im Wald mit ein hohler Baumstamm als Wasserhahn wo das Quelwasser herausläuft. Abends tobt über uns ein ordentliches Gewitter und alles ist Nass. Wir fahren darum am nächsten Tag früh weiter Richtung Albanien. Wir besuchen noch das Kloster Moracr wo man sich im 13. Jahrhundert zurückgesetzt füllt. Jahrhunderte alte Fresken bedecken fast jeden Zentimer des interiors. 
Die Strecke führt durch das schöne bergige Gebiet mit grün bewachsenen Hänge. In Montenegro ist es alsob das Land ein endloses bergiges Naturgebiet ist. Hochhäuser sehen wir nicht und auch der Tourismus setzt ganz klar nicht auf Massenurlaub, eher auf Ökotourismus:

Ökocamping
Am ende des Tages erreichen wir noch die albanische Grenze. Wieder ein flotter und problemloser Grenzübergang.
In Albanien angekommen wundern wir uns über die etwas gefährliche Fahrstil der Leute. Einmal über den Hügel und sehen wir schon den riesigen Shkodra See, von beiden Seiten von einem Bergmasiv umgeben. Wir finden schon schnell unser Campingplatz, "Resort Lake Shkodra". Und ein Resort ist es auch, ein luxus Camping am See mit alle komfort ausgestattet. Wir treffen auf ein paar Familien und das Wetter ist weiterhin super. Weil wir in zwei Wochen schon in Pogradec im Kinderheim mitarbeiten werden, bleiben wir zum "aufladen" jetzt ein paar Tagen auf diesem Camping.

 
Posted By Dorrit, Coen, Sophie, Marlies & Leonie

von Sarajevo geht eine gute Strasse durch das hugeliche und fruchtbare Land mit Kühen nach Foca. Wir passieren ein Dorf nach dem anderen, von der eine Region in der andere. Man weiss nur ob man sich gerade in moslimisch Bosnisches oder in Serbisches Gebiet befindet durch die Arten der Gräber in den unzähligen Friedhöfe. Foca ist ein sehr serbischer Stadt, ottomanische spuren findet man hier nicht viel mehr...
Am nächsten Tag fahren wir "mal schnell" die letzten 30 km bis zur Grenze Montenegro. Leider war die Strasse schlecht, schmall und kurvig und teilweise gar nicht asphaltiert so dass wir erst nach 4 Stunden (inklusieve Wartezeit für ein Bagger der die Strasse von einem Erdrutsch freiräumte - ein Fest für unsere Kinder) in Scepan Polje in Montenegro ankamen. Wir übernachteten bei einem Rafting camp und hatten einen herrlichen Blick auf den wilden Fluss Piva. Bezahlen mussten wir nichts und es gab natürlich wieder Chocolade für die Kinder.
Ausgeruht fahren wir in Montenegro rein. Die erste 20 Km sind einzigartig. Die Strasse geht oben an der Felswand der ganze schmale Piva Schlucht entlang. Eine ordentliche Ingenieursleistung mit 56 kleine Tunnel in den Felsen gehackt. Der Schlucht wird immer breiter und endet in einer Stausee. Irgendwann erreichen wir dann den Abfahrt richtung Durmitir National Park. Für die letzten 40 Km durch wilder und fast unbewohnter Natur brauchen wir noch fast den ganzen Mittag weil unser Bus bergab genau so schnell ist wie bergauf.
Es ist ein sehr schöner Aussicht als wir in Zabljak die 2200 und 2500 meter höhen Bergspitzen des Massivs nähern, wo Eis und Wasser dramatische Formationen aus dem Kalkstein geschliffen haben. Wir finden einen kleinen und einfachen ;-) Campingplatz direkt im National Park mit eine grandioze Aussicht auf das Bergmassiv mit 48 Bergspitzen über 2000 meter. Wir sind Idyllisch umgeben von Tannenwäldern und saftige Wiesen voller Blumen. Dies ist Europa's letzter Urwald und immer noch fast unberührt von Menschen:Schlange

Wir bleiben an dieser schönen Ort und wandern mit den Mädels ein paar einfachen Wanderungen zu Bergseeen mit viele viele Pausen. Sophie und Marlies laufen schon wunderbar mit, Leonie sitzt im Wanderttagerücksack.
Ein Campingplatz weiter, im gleichen Nationalpark stossen wir auf zwei Familien mit Kindern. Später am Tag traf noch eine Familie ein. Eine Stunde später erschienen auch Stefan und Evi aus Belgien (wir trafen sie schon mal in Dubrovnik) dazu. Somit waren wir 5 Familien mit 12 Kindern. Es war eine wunderbare Stimmung, die Kinder spielten den ganzen Tag miteinander. Sophie baut eine Werkstatt und bastelt mit alte Nageln aus der Feuerstelle:Basteln

Abends grillen wir mit alle Familien zusammen und es gibt jeden Abend ein grosses Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel, es gibt sogar eine Gitarre. Die Stimmung untereinander war echt super und deshalb blieben wir alle noch 3 Tage. 

 


 
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